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Der Autor Daniel Defoe wurde Anfang 1660 - sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt - in London als Sohn eines Fleischers geboren. Defoe hatte ursprünglich puritanischer Geistlicher werden sollen, entschied sich dann aber für die kaufmännische Laufbahn, wo er allerdings bald scheiterte. Er versuchte sich in mehreren Berufen. Aus dem Wunsch heraus, die praktischen Lebensbedingungen seiner Landsleute zu verbessern, gab er nacheinander mehrere Zeitschriften heraus und verfasste zahlreiche zum Teil satirische Artikel. Ein heftiger Angriff gegen die religiöse Unduldsamkeit der anglikanischen Kirche brachte ihn sogar an den Pranger, wo ihm das Volk jedoch begeistert zujubelte. Nach einem Gefängnisaufenthalt änderte er seinen ursprünglichen Namen (Daniel Foe) in Defoe. Er starb am 26.4.1731 in London Übersicht der wichtigsten Werke:
[Quelle:spiegel-online] Der Inhalt: Dem "Robinson" liegt die Geschichte des schottischen Matrosen Alexander Selkirk zugrunde, der als etwa Dreißigjähriger von seinem Schiffe desertierte, über vier Jahre einsam auf der Insel Juan Fernandez lebte und 1709 von dem englischen Kapitän Rogers dort aufgefunden und nach der Heimat zurückgebracht wurde. Rogers' Mitteilungen über die Erlebnisse dieses Mannes erschienen 1712; sieben Jahre später, 1719, gab Daniel Defoe "Das Leben und die fremdartigen, wunderbaren Schicksale Robinson Crusoes, eines Matrosen aus York" heraus. Ein abenteuerlustiger Knabe, der seinen Eltern ausrückt, zu Schiff geht, als Schiffsbrüchiger eine menschenleere Insel umweit der Orinokomündung erreicht und hier, ganz allein auf sich angewiesen, durch die harte Notwendigkeit erfinderisch gemacht, sich alles, was zur Notdurft, zum Schutze, zur Bequemlichkeit des Lebens gehört, verschafft oder anfertigt. In dem Aufstieg Robinsons, in der Entwicklung seines kleinen Reiches, spiegelt sich der Aufstieg und die Entwicklung der Menschheit. Seine erste Wohnung die Höhle, seine größte Notwendigkeit: Waffen zur Erlegung von Wild, sein erster Beruf: der des Jägers. Langsam wird eine höhere Entwicklungsstufe erreicht: aus der Höhle übersiedelt er in die Hütte, der Jäger wird zum Ackerbauer, Viehzüchter und Handwerker. Um dann weiter emporsteigen, um Anfänge gesellschaftlich-staatlicher Ordnung begründen zu können, darf Robinson nicht einsam bleiben. So rettet er sich erst den Wilden Freitag, macht ihn zu seinem Genossen und baut mit seiner Hilfe stattliche Häuser; regelt dann sein Verhältnis zu neu an der Insel gelandeten Schiffbrüchigen und zu den Kannibalen der Nachbarschaft. Hierbei legt Defoe seine politischen und religiösen Ideale dar. Mit der Rückkehr nach England schließt der erste Teil, dem zwei schwächere Fortsetzungen folgten. Die erste lässt Robinson mit Freitag abenteuerliche Reisen durch China und Sibirien unternehmen und führt die beiden dann in ihr Inselreich zurück, das sie zu einem Idealstaat auf christlicher Grundlage ausbauen; die zweite bringt gar nur Reflexionen und moralische Betrachtungen über Robinsons Leben. Beide sind vergessen. Der Erfolg: Die Wirkung des "Robinson Crusoe" war ungeheuer; der Verleger konnte nicht genug Exemplare beschaffen; vier Auflagen waren bereits im Erscheinungsjahr 1719 vergriffen; das folgende Jahr sah schon französische, deutsche, holländische Ausgaben, die sofort wieder nachgedruckt werden mussten. In alle europäischen Sprachen ward das Buch übersetzt, in allen nachgeahmt; als "Perle des Ozeans" ward es eine Lieblingslektüre der Araber; die Robinsonaden bildeten seitdem eine eigene Literaturgattung. [Quelle: Geschichte der Englischen Literatur] Robinson Crusoe als Hörspiel: Dem Hörspielfreund bietet sich eine breite Palette an Vertonungen. Neben der hier vorgestellten zweiteiligen Delta-Version finden sich im Archiv dieser Seite Vertonungen der Label Alcophon (zweiteilig und identisch mit der Delta-Version), Zebra (Zweiteiler), Europa, Bella Musica und Supertone. Wie in meiner Rezension im Hörgericht auf dieser Seite erwähnt, vermag mich die Delta Version am meisten zu überzeugen. Spunky
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