Kurzbiographie:
Karl May wird am 25.2.1842 als fünftes Kind des Webers Heinrich May und
dessen Ehefrau Wilhelmine in Ernstthal (Sachsen) geboren. Der Erfolg war
dem aus ärmlichsten Verhältnissen stammenden May nicht in die Wiege
gelegt worden. Kurz nach seiner Geburt erblindet er konnte aber im Alter
von fünf Jahren geheilt werden. Neun seiner 13 Geschwister sterben
bereits in frühester Kindheit.
Als junger Volksschullehrer wurde er wegen Diebstahls entlassen; er
verbrachte im ganzen 7 1/2 Jahre wegen Eigentumsvergehen und
Betrügereien aus finanzieller Notlage im Gefängnis.
Trotzdem arbeitete er sich zielstrebig hoch. Karl May wurde Lehrer,
Redakteur und startete zu einer atemberaubenden Karriere als
Schriftsteller durch. Seine literarischen Anfänge machte er in den 70er
Jahren des 19. Jahrhunderts mit Humoresken, Dorfgeschichten,
Kolportageromane, die später gegen seinen Willen unter seinem Namen neu
herausgebracht wurden und seinem Ruf sehr schadeten, aber auch schon mit
ersten Erzählungen aus dem Wilden Westen Amerikas.
Mit der Figur des Winnetou schuf May das Idealbild eines edlen
Indianers, das die Vorstellung der Deutschen und anderer Europäer von
den amerikanischen Ureinwohnern entscheidend prägte.
Als Old Shatterhand bzw. Kara Ben Nemsi machte sich der Autor selbst zur
Hauptperson seiner Reiseerzählungen, wie z.B. "Durch die Wüste", "Der
Schut", "Winnetou", "Old Surehand" oder "Der Schatz im Silbersee".
Ruhm und Wohlstand entstanden durch die "Gesammelten Reiseerzählungen"
ab 1892.
Erst im Alter sah May die Schauplätze seiner Fantasie mit eigenen Augen,
1899/1900 den Vorderen Orient und 1908 die USA. Sein Spätwerk ist von
mystischen Gedanken und nachhaltigem Eintreten für den Weltfrieden
durchzogen. Karl May starb am 30.3.1912 in Radebeul bei Dresden an einem
Herzschlag. Um seine Person wurde postmortal ein enormer Kult
veranstaltet, weil das Publikum sein Leben mit dem seiner
unvergleichlichen Romanfiguren gleichsetzte. Seine Erfolgsgeschichte
dauert auch 90 Jahre nach seinem Tod noch an.
Quellen:
[www.hoergold.de]
[www.dhm.de],
auch Bildquelle
[gutenberg.spiegel.de]
Lebenswerk (Auszug):
Reiseerzählungen:
• Durch die Wüste (1892)
• Durchs wilde Kurdistan (1892)
• Von Bagdad nach Stambul (1892)
• In den Schluchten des Balkan (1892)
• Durch das Land der Skipetaren (1892)
• Der Schut (1892)
• Winnetou I-III (1893)
• Orangen und Datteln (1893)
• Am Stillen Ozean (1894)
• Am Rio de la Plata (1894)
• In den Cordilleren (1894)
• Old Surehand I (1894)
• Old Surehand II (1895) bzw. Kapitän Kaiman
• Im Lande des Mahdi I-III (1896)
• Old Surehand III (1897) bzw. Old Surehand II
• Satan und Ischariot I-III (1896/97)
• Auf fremden Pfaden (1897)
• „Weihnacht!“ (1897) bzw. Weihnacht im Wilden Westen
• Im Reiche des silbernen Löwen I-II (1898)
• Am Jenseits (1899)
• Im Reiche des silbernen Löwen III-IV (1902/03)
• Und Friede auf Erden! (1904)
• Ardistan und Dschinnistan I-II (1909)
• Winnetou IV (1910) bzw. Winnetous Erben
Jugenderzählungen
• Im fernen Westen (1879)
• Der Sohn des Bärenjägers (1887) bzw. Unter Geiern (1. Teil)
• Der Geist des Llano estacado (1888) bzw. Unter Geiern (2. Teil)
• Kong-Kheou, das Ehrenwort (1888/89) bzw. Der blaurote Methusalem
• Die Sklavenkarawane (1889/90)
• Der Schatz im Silbersee (1890/91)
• Das Vermächtnis des Inka (1891/92)
• Der Oelprinz (1893/94) bzw. Der Ölprinz
• Der schwarze Mustang (1896/97) bzw. Halbblut
[Quelle: www.wikipedia.de]
Verfilmungen
Erste Verfilmungen erschienen bereits in den 1920er-Jahren als
schwarz-weiß Stummfilme. Der erste Tonfilm war der Schwarz-weiß-Film
Durch die Wüste, 1936, der erste Farbfilm war 1958 Die Sklavenkarawane.
Unvergessen aber Pierre Brice, der mit Winnetou die Rolle seines Lebens
gefunden hat und an der Seite des kongenialen Lex Barker als Old
Shatterhand brilliert.
Hier nun einer Übersicht über die Kinofilme. Nicht unerwähnt sollte
bleiben, dass es neben den Kinoproduktionen auch zahlreiche TV-Filme und
Serien abgedreht wurden.
• Auf den Trümmern des Paradieses
(1920), Regie: Josef Stein Stummfilm
• Die Todeskarawane (1920), Regie: Josef Stein Stummfilm
• Die Teufelsanbeter (1921), Regie: Ertugrul Moussin-Bey Stummfilm
• Durch die Wüste (1936), Regie: Johannes Alexander Hübler-Kahla
• Die Sklavenkarawane (1958), Regie: Georg Marischka / Ramón Torrado
• Der Löwe von Babylon (1959), Regie: Johannes Kai / Ramón Torrado
• Der Schatz im Silbersee (1962), Regie: Dr. Harald Reinl
• Winnetou 1. Teil (1963), Regie: Dr. Harald Reinl
• Old Shatterhand (1964), Regie: Hugo Fregonese
• Der Schut (1964), Regie: Robert Siodmak
• Winnetou 2. Teil (1964), Regie: Dr. Harald Reinl
• Unter Geiern (1964), Regie: Alfred Vohrer
• Der Schatz der Azteken (1965), Regie: Robert Siodmak
• Die Pyramide des Sonnengottes (1965), Regie: Robert Siodmak
• Der Ölprinz (1965), Regie: Harald Philipp
• Durchs wilde Kurdistan (1965), Regie: Franz Joseph Gottlieb
• Winnetou 3. Teil (1965), Regie: Dr. Harald Reinl
• Old Surehand 1. Teil, Regie: Alfred Vohrer
• Im Reiche des silbernen Löwen (1965), Regie: Franz Joseph Gottlieb
• Das Vermächtnis des Inka (1965), Regie: Georg Marischka
• Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966), Regie: Harald Philipp
• Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966), Regie: Alfred Vohrer
• Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968), Regie: Dr.
Harald Reinl
[Quelle:
www.wikipedia.de]
Festspiele
Im Sommer 1951 entschied sich die Stadt Bad Segeberg in
Schleswig-Holstein ihr großes Freilichttheater mit den etwa 12.000 Steh-
und Sitzplätzen, das man in den 30er Jahren zu Propagandazwecken erbaut
hatte, für Karl-May-Freilichtspiele zu nutzen. Dazu nahm man sich die
von 1938 bis 1941 aufgeführten Karl-May-Spiele in Rathen zum Vorbild.
Dieses erklärt auch die Verbundenheit der schleswig-holsteinischen
Freilichtbühne mit der sächsischen Felsenbühne. Seit 1952 übertrug das
Fernsehen bis 1957 einige Ausschnitte, dann bis 1981 die Aufführungen in
einer besonderen TV-Fassung. Bad Segeberg mit seinem Kalkbergstadion
wurde somit zum Inbegriff der westdeutschen Karl-May-Freilichtspiele.
[Quelle:
www.pierrebrice.de]
Weitere Infos:
www.karl-may-spiele.de
Bildquelle Festspiele:
media.pixelpoint.at
Bildquelle Pierre Brice:
www.showtreff.com
Bildquelle Geburtshaus:
www2.sjsu.edu
Bildquelle Winnetou / Shatterhand:
www.br-online.de
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