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Seine Helden wie Kapitän Nemo, Phileas Fogg
oder
Professor Lidenbrock haben die Jugend
zahlloser Menschen begleitet. Die Romane von Jules
Verne gehören bis heute zu den meistgelesenen auf der Welt. Vor
allem Jugendliche sind fasziniert von dem "Mann,
der die Zukunft erfand". Dabei ist Verne
bereits seit 100 Jahren tot: Er starb am 24. März 1905 in
Amiens in Nordfrankreich.
Seine Fantasie war geradezu visionär: Im Paris des 20. Jahrhunderts gäbe es Straßenbeleuchtung und elektrisches Licht in allen Wohnungen, schrieb er 1863 in einem Manuskript, das abgelehnt worden war und deshalb erst 1990 entdeckt wurde. Eine Stadtbahn verkehre unterirdisch, und motorgetriebene Fahrzeuge verstopften die Straßen der französischen Hauptstadt. Verne orientierte sich beim Schreiben seiner Romane an der aktuellen Forschung. In einem Zettelkasten soll der äußerst disziplinierte Autor mehr als 20.000 Kärtchen mit Details über neue technische Entwicklungen und Wissenschaftsprojekte zusammengetragen haben. Dabei hatten seine Eltern für ihn eigentlich eine ganz andere Zukunft geplant: Verne, am 8. Februar 1828 in Nantes geboren, sollte Jura studieren und die väterliche Anwaltspraxis übernehmen. Aber schon in jungen Jahren lockte ihn das Abenteuer. Im Alter von elf Jahren soll er versucht haben, als Schiffsjunge angeheuert zu haben. Der besorgte Vater holte ihn nach kurzer Zeit nach Hause zurück. Nach dem Abitur begann Verne ein Studium der Rechtswissenschaften zunächst in Nantes, später in Paris, verfolgte aber gleichzeitig eine Karriere als Schriftsteller und schrieb mehrere Theaterstücke. Ein Durchbruch als Autor gelang ihm aber nicht. Trotzdem lehnte er 1852 das Angebot des Vaters ab, in die Kanzlei einzusteigen. Er arbeitete als Sekretär am Theater und später - mäßig erfolgreich - als Börsenmakler. Doch seine Hoffnung, als Schriftsteller berühmt zu werden, gab er nicht auf. Der Zufall kam ihm dabei zu Hilfe: Er lernte den Verleger Pierre-Jules Hetzel kennen, der Jugendbücher herausgab und Vernes Talent erkannte. 1863 erschien in seinem Verlag der Roman "Fünf Wochen im Ballon", der Verne auf einen Schlag berühmt machte. In den folgenden Jahren erscheinen unter anderem "Reise zum Mittelpunkt der Erde" (1864), "20.000 Meilen unter dem Meer" (1869/70), "In 80 Tagen um die Welt" (1873) und "Der Kurier des Zaren" (1876). 1886 überlebte Verne ein Attentat seines psychisch kranken Neffen Gaston. Aber ein Bein blieb steif. Zunehmend plagten Verne, der viele Jahre auch als Stadtrat in Amiens aktiv war, gesundheitliche Probleme. Seine Augen wurden schlechter; er litt an Grauem Star, zögerte die notwendige Operation aber hinaus. Schließlich wurde bei ihm Diabetes diagnostiziert - eine Krankheit, die in der damaligen Zeit als kaum behandelbar galt. Am 24. März 1905 starb er; er hatte noch von fast allen Familienmitgliedern Abschied nehmen können. "Ihr seid jetzt alle da. Ich kann abreisen.", soll er vor seinem Tod als letztes gesagt haben. [Quelle: www.stern.de] Die Hörspiele: Das Angebot an Vertonungen erschlägt den Konsumenten. Kaum ein anderer Autor hat die Hörspielmacher zu so vielen Hörspielen angeregt. Alle namhaften und unzählige Kleinstlabel haben Jules Verne-Hörspiele auf dem Markt gebracht. Der Sammler, der sich allein auf Jules Verne Vertonungen beschränkt, ist trotzdem ein gut beschäftigter Mensch. Am bekanntesten sind wohl die EUROPA-Vertonungen, die trotzt ihres Alters immer noch faszinieren können. Man würde sich wünschen, dass Europa die Neuauflagen der Klassiker im Rahmen der "Originale" fortsetzt und auch die restlichen Jules Verne-Hörspiele neu veröffentlicht. Fairerweise sei aber gesagt, dass auch viele andere Umsetzungen die Qualität der Europa-Umsetzungen erreichen, teilweise sogar übertreffen. Die Alternativen, die sich dem Hörer bieten, laden ein, die einzelnen Umsetzungen miteinander zu vergleichen. Die Qualität der Buchvorlagen fasziniert auch in den einzelnen Vertonungen immer wieder und macht Jules Verne-Hörspiele zu einem tollen Sammelgebiet.
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Artikel:
[Quelle:
www.wikipedia.de] |
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